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Unser Lesetipp

Alan Bradley: Mord im Gurkenbeet (Flavia de Luce, Band 1)

Flavia und wie sie die Welt sieht

Einen grauen Herbsttag in aller Ruhe mit einem Buch und einer Tasse Tee auf dem Sofa zu verbringen – dafür ist „Mord im Gurkenbeet“ von Alan Bradley wie geschaffen. Man muss absolut kein Krimi-Fan sein, um sich mit großem Vergnügen in die exzentrische Welt der erst zehnjährigen Giftmischerin Flavia de Luce hineinziehen zu lassen.

In der trügerischen Ruhe des ländlichen, beschaulichen Englands der fünfziger Jahre verbringt Flavia die meiste Zeit in ihrem geliebten Chemielabor und schmiedet auch mal finstere Giftpläne, vor allem gegen ihre älteren Schwestern. Das ist schon skurril genug, aber als Flavia im Morgengrauen einen Toten im Küchengarten zwischen den Gurken findet, kommt die Geschichte richtig in Fahrt: Flavia ist keineswegs geschockt, sondern hoch erfreut, denn nun kann sie ihren wissenschaftlichen Verstand auf Hochtouren laufen lassen. Mit Gusto und erstaunlicher Intelligenz arbeitet sie an der Klärung des Falles, umso dringlicher, als sie befürchten muss, dass ihr eigener Vater der Mörder sein könnte.

Dass wir alles aus Flavias Sicht erleben, macht den Charme dieses ganz besonderen Krimis aus. Flavia ist eine mitreißende, unterhaltsame, erstaunlich gebildete und kluge Erzählerin mit einer tückischen Art von Humor. Mit einem Schmunzeln, manchmal auch mit hochgezogenen Augenbrauen verfolgen wir ihre naseweisen Eskapaden, die Erstaunliches zutage bringen.

Jedoch scheint auch immer wieder Flavias Bedürfnis nach emotionaler Zuwendung durch, das ihr der nach dem frühen Tod von Flavias Mutter emotional abwesende Vater und die pubertierenden Schwestern nicht erfüllen können. Eigentlich haben sich alle Familienmitglieder ihre eigene Welt geschaffen und sind zusammen eben nicht weniger allein. Dieser Aspekt gibt der ansonsten eher leichtherzigen Krimikomödie eine unerwartete Tiefe.

Auch erstaunlich, wie gut und detailreich der kanadische Autor die nostalgische Atmosphäre des ländlichen Englands vergangener Zeiten erstehen lässt! Darin steckt ganz offensichtlich viel Recherchearbeit – Flavia wüsste das zu würdigen.

Wer durch dieses Buch dann in eine „Flavia Mania“ verfallen sollte, kann sich auf die Lektüre von inzwischen acht weiteren Flavia de Luce-Romanen von Alan Bradley freuen!

(ISBN-13: 9783764530273, 2009)

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Weihnachten auf der Lindwurmfeste oder Warum ich Hamoulimepp hasse
Verfasser: Moers, Walter
Jahr: 2018
Verlag: München, Penguin Verlag
Buch
verfügbarverfügbar
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Zweigstelle: Hauptstelle Standorte: Weihnachten / Magazin Status: Verfügbar Vorbestellungen: 0 Frist:
Zweigstelle: Hauptstelle Standorte: Weihnachten / Magazin Status: Entliehen Vorbestellungen: 0 Frist: 31.01.2019
Inhalt
Diese zamonische Weihnachtsgeschichte gehört unter jeden Christbaum!
Als Walter Moers den Briefwechsel zwischen Hildegunst von Mythenmetz und dem Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer sichtete, stieß er auf einen Brief, in dem der zamonische Autor ein Fest schildert, das Moers frappierend an unser Weihnachtsfest erinnert hat. Die Lindwürmer Zamoniens begehen es alljährlich und nennen es "Hamoulimepp". Während dieser drei Feiertage steht die Lindwurmfeste ganz im Zeichen der beiden Figuren "Hamouli" und "Mepp", die unserem Weihnachtsmann und dem Knecht Ruprecht verblüffend ähneln. Außerdem gehören zur Tradition Hamoulimeppwürmer, Hamoulimeppwurmzwerge, ungesundes Essen, ein Bücher-Räumaus, ein feuerloses Feuerwerk und vieles andere mehr. Laut Moers, kein Freund der Weihnachtsfeierei, gibt dieser Brief von Mythenmetz einen profunden Einblick in die Gebräuche einer beliebten zamonischen Daseinsform, der Lindwürmer. Nie war Weihnachten so zamonisch.
Details
Verfasser: Moers, Walter
Medienkennzeichen: BE
Jahr: 2018
Verlag: München, Penguin Verlag
Systematik: R 11
ISBN: 978-3-328-60071-8
2. ISBN: 3-328-60071-X
Beschreibung: 111 Seiten : Illustrationen
Beteiligte Personen: Rode, Lydia (Illustratorin)
Mediengruppe: Buch
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